Chat GPT in der Didaktik nutzen

10 Prinzipien einer guten Train the Trainer Ausbildung

Was macht eine gute Train the Trainer Ausbildung aus? Diese Frage habe ich heute an ChatGPT gestellt.

Nachdem ich mich fast mein ganzes Berufsleben damit beschäftige, unsere Train the Trainer Ausbildung in Berlin stets zu verbessern, an aktuelle Trends und Herausforderungen anzupassen und weiterzuentwickeln, war ich neugierig, welche Kriterien die Künstliche Intelligenz nennen würde.

Hier kommt die Liste der Prinzipien einer guten Train the Trainer Ausbildung von ChatGPT auf einen Blick:

  1. Praxisorientierung
  2. Aktive Teilnahme
  3. Fachwissen
  4. Feedback und Reflexion
  5. Erfahrene Trainer
  6. Anpassungsfähigkeit
  7. Nachhaltigkeit und Unterstützung
  8. Evaluierung und Qualitätssicherung
  9. Lernumgebung
  10. Anwendung von Technologie

Mein erstes Gefühl zur Liste: Bei allen zehn Punkten kann ich zustimmend nicken. Schauen wir uns die einzelnen Aspekte und die Begründungen von Chat GPT etwas genauer an:

Prinzip 1: Praxisorientierung:

Chat GPT schreibt:

Die Ausbildung sollte einen starken Fokus auf praktische Erfahrungen und Übungen legen, damit die angehenden Trainer die erlernten Konzepte und Methoden in realen Situationen anwenden können.

Dazu sage ich:

Das sehe ich genauso. Ziel einer guten Train the Trainer Ausbildung ist die Qualifizierung der Teilnehmenden für ihre Trainingspraxis. Damit dies gelingt, muss diese konkrete Paxis schon vor dem ersten Seminartag der Train the Trainer Ausbildung eine Rolle spielen. Schon bei der Anmeldung zur Trainer Ausbildung beantworten die Teilnehmenden erste Praxisfragen:

  • „Wie lange arbeitest du schon als Trainer, als Trainerin?“,
  • „Wer ist deine Zielgruppe?“,
  • „Was sind deine Kursthemen?“
  • „Was genau willst du in der Train the Trainer Ausbildung lernen?“

Am ersten Seminartag erfahren wir in der Lerngruppe voneinander, aus welchen Praxissituationen die einzelnen Teilnehmenden kommen: Selbständige und angestellte Trainer:innen, unterschiedliche Themenfelder von Fachschulungen bis Softskills, Neueinsteiger und Menschen mit langjähriger Erfahrung, Präsenz- und Online-Formate, große und kleine Gruppen. So hat die Lerngruppe der Trainerausbildung die verschiedenen Praxishintergründe von Anfang an im Blick – und ich als Kursleiter auch. Immer wieder ermuntere ich die Teilnehmenden zu überlegen, wie sie die didaktischen Anregungen in ihrer Praxis nutzen können, an welchen Stellen das herausfordernd ist. Denn nur, wenn die Trainerinnen und Trainer das Gelernte in ihrer Praxis nutzen können, erfüllt die Train the Trainer Ausbildung ihr Ziel!

Prinzip 2: Aktive Teilnahme:

Chat GPT schreibt:

Die Ausbildung sollte Möglichkeiten für Teilnehmer bieten, sich aktiv einzubringen und ihr Wissen und ihre Fähigkeiten durch Diskussionen, Rollenspiele, Gruppenarbeit und Präsentationen zu erweitern.

Dazu sage ich:

„Tennis spielen lernt man durch Tennis spielen, Unterrichten lernt man durch Unterrichten.“ Jeder einzelne Tag unserer Train the Trainer Ausbildung bietet mehrere Übungsmöglichkeiten: Ein Thema aus dem eigenen Fachgebiet gut verständlich erklären, zu einem konkreten Ziel eine sinnvolle Aufgabe entwickeln, eine Übung in der Gruppe anleiten, eine Diskussion moderieren … Die Teilnehmenden werden in ihrer Rolle als Inputgeber, Übungsleiter, Moderator, Lernbegleiter, Gruppenleiter und Prüfer so immer sicherer.

Prinzip 3: Fachwissen:

Chat GPT schreibt:

Eine gute Train the Trainer Ausbildung sollte fundiertes Fachwissen in den Bereichen Didaktik, Methodik und Pädagogik vermitteln, damit die Teilnehmer wissen, wie sie unterschiedliche Lernstile und -bedürfnisse angehen können.

Dazu sage ich:

JAA! Gute Trainerinnen und Trainer benötigen ein fundiertes didaktisches Grundwissen. In unserer Train the Trainer Ausbildung lernen die Teilnehmenden ausgewählte Theorien und Modelle, stets in Verbindung mit Prinzip 1, dem Praxisbezug. Wir machen nicht nur, wir begründen, warum wir etwas wie tun. Zur Ausbildung habe ich in den letzten Jahren ein Didaktikbuch geschrieben, in dem die Teilnehmenden begleitend lesen. Zwischen den Modulen erweitern sie im Buch „Lernwirksame Seminare entwickeln und durchführen, ein didaktisches Praxisbuch für Ein- und Umsteiger“ aus dem GABAL-Verlag ihr Fachwissen.

Lernwirksame Seminare entwickeln und durchführen von Harald Groß

Prinzip 4: Feedback und Reflexion:

Chat GPT schreibt:

Die Train the Trainer Ausbildung sollte den Teilnehmern regelmäßig konstruktives Feedback geben und sie dazu interessieren, ihre eigenen Fähigkeiten und Ansätze zu reflektieren, um sich kontinuierlich zu verbessern.

Dazu sage ich:

Feedback kann ein kraftvoller Lernbeschleuniger sein. Gleich im ersten Modul der Train the Trainer Ausbildung beschäftigen wir uns mit konstruktivem Feedback. Wir lernen, worauf wir achten können, wenn wir Rückmeldungen geben und wenn wir Feedback annehmen. Gelegenheit dazu bietet die Trainer Ausbildung zahlreiche: Im Anschluss an kleinere und größere Übungen reflektieren die Teilnehmenden ihre Lernfortschritte und bekommen Feedback aus der Gruppe und von mir als Trainer.

Prinzip 5: Erfahrene Trainer:

Chat GPT schreibt:

Die Ausbildung sollte von qualifizierten und erfahrenen Trainern durchgeführt werden, die sowohl fundiertes Fachwissen als auch praktische Erfahrungen in der Erwachsenenbildung und Training haben. Sie sollten in der Lage sein, bewährte Methoden und Techniken effektiv zu vermitteln.

Dazu sage ich:

In den Train the Trainer Ausbildungen bin ich immer wieder für meine langjährige Berufserfahrung dankbar. Die vielen Seminare, die vielen Erfolge und vor allem auch Misserfolge sind jetzt eine große Hilfe. Ich kann gelassen auf sie zurückgreifen. Häufig sind es die kleinen, verdichteten Erkenntnisse aus unzähligen Seminar-Situationen, die für die Teilnehmenden hilfreich sind, wenn ich davon erzähle. Gleichzeitig habe ich als Didaktik-Trainer nie ausgelernt. Zwei Mal im Jahr, im Winter und im Sommer, ist bei mir deshalb fixe Lernzeit: Fortbildungen, Lesen, Ausprobieren, Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Und jede einzelne Ausbildung ist eine Gelegenheit, dazu zu lernen!

Prinzip 6: Anpassungsfähigkeit:

Chat GPT schreibt:

Eine gute Train the Trainer Ausbildung sollte flexibel und anpassungsfähig sein, um den individuellen Bedürfnissen und Anforderungen der Teilnehmer gerecht zu werden. Dies kann durch die Bereitstellung von gewünschten Inhalten und die Berücksichtigung verschiedener Lernstile und Erfahrungen erreicht werden.

Dazu sage ich:

Auch hier stimme ich Chat GPT vollkommen zu. Die beschrieben Anpassungsfähigkeit gilt dabei nicht nur für Train the Trainer Ausbildungen. Gute Lehrerinnen und Lehrer zeichnet aus, dass sie einerseits ein Ziel verfolgen, eine Struktur anbieten und andererseits stets die konkrete Lernsituation im Blick haben. Daran passen sie dann ihr Vorhaben an: das Tempo, die Reihenfolge, die Sozialformen, die Methoden … Genau diese Kunst zu lernen ist Teil unserer Train the Trainer Ausbildung. Wir lernen nicht nur einzelne Hilfsmittel und Methoden. Wir lernen, wie wir sie zielgerichtet einsetzen und mit wenig Aufwand an die aktuelle Situation anpassen können.

Prinzip 7: Nachhaltigkeit und Unterstützung:

Chat GPT schreibt:

Die Ausbildung sollte den Teilnehmern auch über den Kurs hinaus Unterstützung bieten, zum Beispiel durch Mentoring, Netzwerkmöglichkeiten oder zusätzliche Ressourcen, um ihr kontinuierliches Wachstum und ihre Entwicklung als Trainer zu fördern.

Dazu sage ich:

Toll, wenn das gelingt. Viele Gruppen der zurückliegenden 14 Ausbildungen bleiben auch nach der gemeinsamen Lernzeit in Kontakt. In Whats app Gruppen holen sie sich zu konkreten Fragen aus dem Traineralltag Unterstützung. Während der Ausbildungszeit ist die Verbindung noch enger. Zwischen den Präsenzmodulen treffen wir uns zu den Online-Einheiten. Und über die gesamte Ausbildungszeit hinweg begleite ich die einzelnen Teilnehmenden bei der Bearbeitung der Praxisaufträge und des Praxisprojekts. Jede und jeder entwickelt ein eigenes Meisterstück, ein Konzept zu einem konkreten Praxisthema. siehe Prinzip 1: Praxisorientierung. 😊

Prinzip 8: Evaluierung und Qualitätssicherung:

Chat GPT schreibt:

Eine gute Train the Trainer Ausbildung sollte kontinuierlich bewertet und weiterentwickelt werden, um sicherzustellen, dass sie stets den höchsten Qualitätsstandards entspricht und auf dem neuesten Stand der Forschung und Praxis basiert.

Dazu sage ich:

Auch das ist für mich ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Wir schlagen dabei mehrere Wege ein. Der wichtigste ist der direkte Kontakt zu den Lernenden. An jedem Seminartag gibt es viele Gelegenheiten für direktes Feedback zum Lernprozess: Morgens beim Check-in, nach Übungen, beim gemeinsamen Mittagessen und in der täglichen Schlussrunde. Michael, ein Teilnehmer aus Kurs 13, sagte mir im zweiten Modul einmal: „Heute war es wirklich anstrengend. Mir war es zu viel und mir hat die Bewegung gefehlt.“ Das war Anlass für mich, das Programm für diesen Lerntag umgehend zu überdenken. Und mit Kurs 14 wurde es durch kleine Veränderungen ein runderes Format. Durch Michaels Anregung biete ich nun auch täglich Denkspaziergänge an, egal bei welchem Wetter. Über die direkten Rückmeldungen hinaus können die Teilnehmenden nach einzelnen Modulen über ein Online-Tool Feedback geben. Aus diesen schriftlichen Rückmeldungen habe ich viel gelernt – und sie hat die Qualität der Ausbildung über die Jahre enorm verbessert.

Prinzip 9: Lernumgebung:

Chat GPT schreibt:

Eine positive, offene und unterstützende Lernumgebung ist entscheidend für eine erfolgreiche Train the Trainer Ausbildung. Die Trainer sollten darauf achten, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Teilnehmer sich wohlfühlen, Fragen stellen und ihre Meinung äußern können.

Dazu sage ich:

Volle Zustimmung! Eine wertschätzende Grundhaltung hätte ich auf der Liste sogar ganz nach oben gerückt. Eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Teilnehmenden gerne lernen, ist für mich ganz zentral. In der Train the Trainer Ausbildung lernen wir daher gleich zu beginn, worauf wir als Trainerinnen und Trainer in den Startminuten eines Seminars, ganz egal ob in Präsenz oder Online, achten können. In vielen Statements von Absolventinnen und Absolventen der Trainerausbildung in Berlin wird von dieser besonderen Lernumgebung erzählt.

Prinzip 10: Anwendung von Technologie:

Chat GPT schreibt:

Eine gute Train the Trainer Ausbildung sollte auch den Einsatz moderner Technologien und digitaler Tools berücksichtigen. Dies kann die Teilnehmer dabei unterstützen, selbst effektivere und ansprechendere Trainingsmethoden zu entwickeln und auf dem neuesten Stand der Technik zu sein.

Dazu sage ich:

Hier haben wir in den letzten Jahren, maßgeblich durch die Veränderungsdruck der Corona-Pandemie, viel gelernt. In unserer Train the Trainer Ausbildung in Berlin denken wir beide Formate parallel: Live-online-Seminare und Präsenz-Seminare. Wir nutzen und erproben hilfreiche digitale Lerntools, immer das Ziel im Blick, bei den Teilnehmenden bestmöglich Lernen auszulösen. Neben allen neuen Möglichkeiten arbeiten wir aber auch mit den ganz einfachen und bewährten Grundformen aktiven Lernens: Lesen, diskutieren, vergleichen, hinterfragen, übertragen … Die über 100 Munterrichtsmethoden bieten hier viele Möglichkeiten.

Die Idee zu diesem Blogartikel entstand tatsächlich aufgrund des zehnten hier vorgestellten Prinzipes, „Anwendung von Technologie“. Ich wollte erste Gehversuche mit Chat GPT machen. Die zehn Prinzipien gab Chat GPT mir als Antwort auf die Frage „Was machet eine gute Train the Trainer Ausbildung aus?“. Sie waren für mich eine tolle Anregung, über unsere Train the Trainer Ausbildung nachzudenken. Und diejenigen, die sich für unsere Ausbildung interessieren, bekommen durch den Chat GPT-Harald-Dialog Einblick in die Ausbildung.

Das hat Spaß gemacht und meine kreative Lust befeuert, mit den neuen Möglichkeiten aktive Lernwege zu entwickeln. Bald kommt mehr! 😊



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