Munterrichtsmethode 64: Lernen aus der Aufzeichnung

intensiv – intim – unkompliziert

Die Lernenden trainieren in Kleingruppen im Rahmen einer Miniübung konkrete Situationen. Zum Beispiel eine kurze Präsentation, einen Teil eines Bewerbungs-, Beratungs-, Verkaufs- oder Führungsgesprächs. Eine sehr gute Trainingsmöglichkeit, die vor allem dann wichtig ist, wenn Sie im Kurs „Könnens-Ziele“ verfolgen, bei denen die Teilnehmenden Kompetenzen entwickeln und ihr Tun reflektieren sollen.

In den Kleingruppen erhalten die Lernenden von den anderen Teilnehmenden gleich nach der Übung ein kurzes Feedback. Auch das ist für den Lernprozess wertvoll: Über das eigene Gefühl zum Tun hinaus erfahren die Teilnehmenden, was die Kolleginnen und Kollegen wahrnehmen. Auch selbst Feedback geben, schärft die Wahrnehmung auf die Erfolgskriterien im Übungsfeld.

Zusätzlich zum Feedback bieten Sie den Lernenden eine weitere Lernchance: Die Teilnehmenden können sich ihren Übungseinsatz später in einer Aufzeichnung anschauen. Die Aufnahme erfolgt ganz unkompliziert: Die Teilnehmenden übergeben, wenn sie in der Kleingruppe mit der Übung an der Reihe sind, ihr Smartphone an einen Kollegen, an eine Kollegin. Mit der Aufgabe, die kleine Sequenz zu filmen. Sofort nach Ende der Übung erhalten sie ihr Smartphone – mit der Aufzeichnung – zurück. Den spannenden Kurzfilm können sie sich zu einem Zeitpunkt ihrer Wahl anschauen. Entweder räumen Sie nach Abschluss aller Übungsrunden eine Viertelstunde Zeit dafür ein. Oder die Teilnehmenden sehen ihren Film nach Seminarende am Abend. Dann, wenn es für sie gut passt.

Als Reflexionshilfe erhalten die Lernenden einen Beobachtungsbogen mit z.B. diesen Fragen:

  • Was sind meine ersten Gedanken, wenn ich mich im Kurzfilm sehe und höre?
  • Was überrascht mich?
  • Worüber freue ich mich?
  • Was würde ich gerne verändern, lernen, üben?

Wirkungen der Methode „Lernen aus der Aufzeichnung“:

  1. Die Aufnahme geht schnell und unkompliziert. Wartezeiten bei der Aufnahme, langes gemeinsames Anschauen und Analysieren in der Gesamtgruppe entfallen.
  2. Jede und jeder entscheidet, was er oder sie mit der Aufnahme tut. Die sensible Aufzeichnung hat jeder auf dem eigenen Smartphone. Unsicherheiten hinsichtlich der gesammelten Daten und ihrer Verwendungen kommen so gar nicht auf.
  3. Sich selbst im Mitschnitt sehen ist lernintensiv!
  4. Jede und jeder kann die Aufnahme alleine anschauen. Die Angst, „vorgeführt zu werden“ entfällt.
  5. Das unkomplizierte, schnelle Verfahren mit „Lernen aus der Aufzeichnung“ ermöglicht auch in kürzeren Seminaren die Arbeit mit Videofeedback. In längeren Kursen können Sie es, weil es so schnell geht, häufiger anbieten.

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