Munterrichtsmethode 41: In Wort und Bild

kreativ – aufschlussreich – spielerisch

Ihr Kurs geht zu Ende. Zeit für eine Feedbackrunde. Heute haben Sie keine Lust auf „Ich schließe mich meinem Vorredner an!“

Heute machen Sie es für sich und die Teilnehmenden spannender. Sie erklären: „Bevor wir in den Feierabend gehen, bitte ich Sie, sich einen Moderationsstift und eine Moderationskarte zu nehmen. Schauen Sie auf den heutigen Tag zurück. Was fällt Ihnen ganz spontan dazu ein? Wählen Sie den stärksten Impuls aus und schreiben Sie ihn in möglichst einem Wort auf die Moderationskarte. Es kann ein Fachbegriff sein, ein Adjektiv, ein Zustand, ein Gefühl.“ Die Teilnehmenden überlegen. Manchen fällt es leicht. Sie schreiben ihr Wort rasch auf. Andere brauchen länger. Wenn alle fertig sind, erklären Sie den nächsten Schritt: „Jetzt kommt Auftrag Nummer 2. Bitte drehen Sie Ihre Moderationskarte um. Nehmen Sie wieder Ihren Stift und malen Sie in 2 Minuten das, was Sie auf der Vorderseite aufgeschrieben haben, in einem Bild auf diese Seite der Karte.“

Oft geht nun ein Raunen durch die Runde: „Puh – unmöglich!“, „Ich kann nicht malen!“ … Ermuntern Sie die Leute, gelassen zu bleiben, es einfach zu versuchen. Alle werden gleich überrascht sein, wie aussagekräftig viele der flott gezeichneten Abbildungen sind. Nach 2 Minuten kommt der dritte Teil der Übung: „Wir sind neugierig, was Sie aufgeschrieben und gezeichnet haben. Bitte stellen Sie uns Ihre Karte vor und erzählen Sie ein wenig dazu. Sie können uns als Erstes das Wort zeigen und dann das Bild. Oder Sie machen es spannender und zeigen zuerst Ihre Skizze und lassen uns raten, was Sie damit gemeint haben. Entscheiden Sie, was für Sie gerade am besten passt. Wer Lust hat, anzufangen, beginnt einfach.“

Patricia startet: „Ich mache es mir und euch einfach und beginne mit dem Wort: . Hier mein Bild dazu. Für mich war der Tag heute wie ein großes Füllhorn voller Ideen. Das Füllhorn ist gut vollgepackt. Und morgen darf gerne noch was dazukommen.“

Ihr Nachbar Oskar macht nun weiter. „Ich zeige euch erst mal mein Bild. Was seht ihr?“ Die anderen Teilnehmenden beginnen zu raten: „Erleichterung“, „Zorn“, … Oskar dreht die Karte um: „Genau: „Dampf ablassen“ war mein Stichwort. Ihr habt ja alle von meinen schwierigen Bedingungen gehört. Für mich war gut, heute Dampf ablassen zu können. Ich werde gelassener an die schwierige Situation bei uns in der Firma rangehen können. Meine Möglichkeiten, aber vor allem meine Grenzen sind für mich heute klarer geworden. Das hat mir viel Druck weggenommen.“

In den folgenden Minuten stellen nun auch die anderen ihre Karten vor. Mit der Methode „In Wort und Bild“ gelingt es in kurzer Zeit sehr aussagekräftige Gedanken und Gefühle zum Seminar, zum Lernfortschritt auszutauschen. Es ist oft überraschend, wie treffsicher die Teilnehmenden ihr Fazit in einem einfachen Bild auf den Punkt bringen. Gerade auch dann, wenn sie zunächst panisch erklären, eben nicht malen zu können … Oft sind die Bilder so stark, dass sie auch bei den nächsten Kurseinheiten in der Gruppe noch präsent bleiben.

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